Badaboom Michael Bauland bewertet mit:
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Beim Kartenspiel Badaboom schlüpft man in die Rolle eines Kobolds. Dieser befindet sich mit anderen Kobolden gemeinsam in einem explosionssicheren Versuchskerker. Dort müssen Bomben untersucht werden und für Erfolg gibt es Goldmünzen. Für zehn Goldmünzen kann man die Wachen bestechen und aus dem Kerker entfliehen.
Die Verpackung ist eine kleine Pappschachtel, die genau passend für die Karten und die Goldstücke ist. Auf dem Cover sieht man im Vordergrund einen Kobold, der sich die Ohren zuhält und im Hintergrund mehrere Kobolde, die experimentieren.
Das Spiel selbst besteht aus 64 Karten und 50 Goldmünzen. Die Karten haben unten einen erklärenden Text und im oberen Teil eine entsprechende comicartige Graphik. Die Goldmünzen sind aus Kunststoff, der leider viel zu leicht ist und billig wirkt.
Die Spielanleitung ist nur in Schwarz/Weiß gedruckt und enthält ein Minimum an Symbolen, die den Text etwas auflockern sollen. Leider merkt man an einigen Stellen, dass die Regeln nur eine Übersetzung sind, da es einige Grammatikfehler gibt. Das Original stammt aus Schweden. Aber größtenteils wird einwandfreies Deutsch verwendet. Auf der Webseite des Verlages (www.gigantoskops.se) findet man die Regeln auf Deutsch, Englisch und Schwedisch zum Download. Außerdem befinden sich dort detaillierte Kartenbeschreibungen und Strategietipps.
Gespielt werden immer mehrere Runden, solange bis ein Spieler zehn Goldmünzen zusammen hat, mit diesen die Wachen bestechen und entkommen kann. Am Anfang wird zufällig eine Bombe zusammengestellt, das heißt, man zieht eine der fünf Bombenkarten und fügt den Anweisungen entsprechend zwei oder drei Mechanismuskarten hinzu. Dieser Kartenstapel stellt die Bombe dar, von der man aber immer nur die obere Bombenkarte sehen kann und nicht den Inhalt der Bombe. Der Spieler, der am meisten einem Kobold ähnelt, beginnt. In seiner Runde darf der aktive Spieler einmal mit der Bombe experimentieren. Dies bedeutet, dass er eine Karte aus der Bombe nehmen darf und eine beliebige andere hineinsteckt.
Hierdurch kann die Bombe verändert werden, so dass sie beispielsweise nicht (wie normal) den aktuellen Besitzer, sondern alle anderen tötet. Vor und nach dem Experimentieren dürfen alle Spieler beliebig viele Trickkarten (= Aktionskarten) ausspielen. Diese haben unterschiedliche Auswirkungen: z.B. Weiterreichen der Bombe an einen anderen Spieler oder Auslegen einer Rüstung zum Schutz vor einer möglichen Explosion. Erhält ein Spieler eine aktive Bombe (d.h. eine, die keinen Mechanismus mehr enthält) und entschärft dieser die Bombe nicht in seiner Experimentierphase (durch Einfügen einer neuen Mechanismuskarte), so explodiert diese am Ende seines Zuges. Ist das nicht der Fall, wird die Bombe am Ende an den nächsten Spieler weitergereicht, der dann zum aktiven Spieler wird.
Wenn die Bombe explodiert, erhalten alle überlebenden Spieler eine Goldmünze und für jeden selbst entfernten Mechanismus eine weitere Goldmünze. Auch gibt es noch Geheimaufträge im Spiel, die ebenfalls Gold einbringen. Alle gestorbenen Spieler werden automatisch wiederbelebt und nehmen normal weiter am Spiel teil. Sobald jemand zehn oder mehr Goldmünzen hat, gewinnt er.
Badaboom lässt sich mit drei Spielern ebenso gut spielen wie mit fünf. Allerdings muss man bei vielen Mitspielern eine deutlich andere Strategie fahren, als wenn nur wenig mit spielen. Je weniger Spieler teilnehmen, desto größer ist die Gefahr, dass man durch eine Bombe getötet wird und dadurch kein Gold einnimmt. Bei fünf Spielern kann man durchaus etwas riskanter und offensiver spielen.
Fazit:
Badaboom ist ein erfrischend anderes Spiel. Sowohl die Spielidee als auch das Prinzip sind sehr interessant. Für Leute mit einem Hang zum Ärgern, Interesse am Tüfteln oder die einfach nur Lust auf ein witziges Spiel im Fantasybereich haben, ist das Spiel sehr zu empfehlen. Der Preis ist angemessen, allerdings hätte man für die Goldmünzen einen besseren Kunststoff wählen können.
Badaboom
von Jepser Moberg und Peter Svärd
Gigantoskop
3-5 Spieler
ab 12 Jahre
Spieldauer: 30-60 Minuten

Diese Rezension wurde erstmals auf Lorp.de veröffentlicht.
Hinzugefügt: Mittwoch, 21. Juni 2006
Hits: 1560 Sprache: deu
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