Zahlen Zickzack
 Miriam Fritsch  bewertet mit:    Leser bewerten mit: (noch keine Bewertungen)
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Bei dem Titel „Zahlen Zickzack“ denkt der ein oder andere vielleicht mit einem unguten Gefühl an das Angst-Schulfach Mathematik. Aber keine, Sorge, gerechnet werden muss hier nicht. Das Einzige, was man können muss, ist vorwärts und rückwärts bis bzw. von 25 zu zählen und das sollte doch zu schaffen sein.

Das Spiel besteht aus 100 (sehr stabilen) Karten (jeweils 4 x die Zahlen 1-25) im 70er Jahre-Look (orangefarbig) und einem kleinen Spielplan, auf dem die Karten beim Spiel zwei Mal aufwärts und zwei Mal abwärts abgelegt werden.
Die gesamten Karten werden an die Spieler ausgeteilt und bilden die Aufnahmestapel der Spieler. Vier Karten werden zu Beginn auf die Hand genommen und dann kann es auch schon mit dem jüngsten Spieler los gehen. So bald er eine Karte gespielt hat, muss er direkt eine nachziehen, so dass man immer vier Karten auf der Hand hat. Um eine Karte abzuspielen, gibt es verschieden Möglichkeiten: Sie kann auf den Aufwärtsstapel gelegt werden, wenn sie genau eine Zahl höher ist, als die dort liegende (beginnend mit der 1), auf den Abwärtsstapel gehört sie dementsprechend, wenn sie eine Zahl niedriger ist (beginnend mit der 25) und auf den gegnerischen Ablagestapel kann man sie legen, wenn sie eine Zahl höher oder niedriger als die dort liegende Karte ist. Gibt es gar keine Möglichkeit eine Karte regelgerecht auszuspielen, so legt man eine Karte auf den eigenen Ablagestapel ab.
Man darf immer so lange Karten ablegen, wie man kann. Anschließend ist der Nachbar an der Reihe. Sollte der Aufnahmestapel aufgebraucht sein, so wird der Ablagestapel (ohne zu mischen) zum neuen Aufnahmestapel.
Ziel des Spiels ist es keine Karten mehr auf der Hand und auf dem Tisch vor sich liegen zu haben. Der gesamte Aufnahmestapel muss also auf dem Spielplan oder bei den Mitspielern untergebracht werden.

Zu Beginn des Spiels denkt man, dass das Spiel wohl Ewigkeiten dauert, denn man hat kaum die Möglichkeit viele Karten abzulegen, doch dann geht das Ganze doch erstaunlich schnell, denn auf dem Ablagestapel, der irgendwann zum neuen Aufnahmestapel wird, sammeln sich die Karten ja bereits teilweise zusammenhängend, so dass man zu einem späteren Zeitpunkt oft viele Karten auf einmal los wird.
Etwas nervig ist es, wenn man nur noch wenige Karten besitzt (1-3) und darauf warten muss, dass die anderen die Stapel so weit bringen, dass man selbst etwas legen kann. Auch braucht man in dieser Situation noch gar nicht darauf hoffen, zu gewinnen, denn bis man wieder etwas ablegen kann, ist der eigenen Stapel dann meistens durch die Mitspieler wieder um Einiges angewachsen.
Eine kleine Schwierigkeit bei diesem Spiel ist auch die Übersichtlichkeit: Wo geht es noch mal aufwärts und wo abwärts? Nein, eine Karte auf den eigenen Ablagestapel musst du nur dann ablegen, wenn du nichts machen kannst. Du musst noch eine Karte nachziehen! Ja, bei den Mitspielern darf man sowohl aufwärts als auch abwärts ablegen und das sogar im Wechsel. Mach den Stapel auf dem Spielplan mal etwas ordentlicher, sonst erkennt man so schlecht, wo was zugehört und wo es in welche Richtung geht.

Insgesamt ist „Zahlen Zickzack“ ein nettes kleines Kartenspiel, das im Grunde sehr einfache Regeln hat: Durch passende Karten den eigenen Stapel loswerden. An sich ein flottes und einfaches Spiel, welches leider teilweise kleinere Längen besitzt. Es lässt sich aber dennoch gut spielen, auch wenn es nicht ganz an das vergleichbare Spiel Skip-Bo herankommt.


Zahlen Zickzack
Parker
2-6 Spieler
ab 7 Jahre
Spieldauer: ca. 20 Minuten


Hinzugefügt:  Donnerstag, 11. Januar 2007

Hits: 1418
Sprache: deu

  

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