Ten out of Ten
 Robert Hotstegs  bewertet mit:    Leser bewerten mit:
   341 von 701 Leser/innen fand(en) diese Kritik hilfreich.

"Master Mind" ist out. Es lebe "Ten out of Ten". Wer Wissens- und Ratespiele mag, eine gute Gelegenheit sucht, ein paar Freunde gemeinsam um einen Tisch zu scharen und schon immer 20 Minuten mit Dürers Portrait eines Hasen verbringen wollte, der sollte sich dieses Spiel auf seinem nächsten Wunschzettel notieren.

Zwei Mannschaften spielen bei diesem Spiel gegeneinander. Jede Mannschaft bekommt 10 Fragen gestellt, die sie in aller Ruhe (meint aber nicht unbedingt "leise") diskutieren darf. Vier Antworten stehen jeweils zur Auswahl. Hat die Mannschaft sich für eine der vorgegebenen Antworten entschieden, setzt sie auf der großen Magnettafel einen entsprechenden Farbpunkt. Gleichzeitig bemüht sich auch die gegnerische Mannschaft, ihre 10 Fragen zu lösen. Dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit an. Aber die Spielebeschreibung weist extra darauf hin: "Die Fragen sind richtig zu beantworten." (Diesen Satz schätze ich ebenso wie den Hinweis: "Bei 2 Spielern besteht jedes Team aus 1 Spieler.")

Wie wird kontrolliert, ob die Antworten korrekt sind? Die Magnettafel kann einmal umgeklappt werden, sodass die jeweils gegnerische Mannschaft die Tipps mit den richtigen Lösungen vergleichen kann. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt.

Der Clou: Wird die Tafel wieder zurückgedreht, kann das Team nur erkennen, dass z.B. 5 von 10 Antworten richtig waren. Es weiß aber nicht, welche fünf korrekt und welche völlig falsch waren. Jetzt gilt es daher einzelne Antworten zu korrigieren.

Nach spätestens 10 Runden sollten auch alle 10 Fragen richtig beantwortet sein. Dann werden die Punkte gewertet. Für jede richtige Antwort (im Idealfall also 10) gibt es einen Punkt. Für jede Runde, die das Team benötigt hat, um auf die richtige Lösung zu kommen, wird allerdings wiederum ein Punkt abgezogen (im schlimmsten Fall ebenfalls 10). Es lohnt sich also auf Risiko zu spielen und so möglichst viele richtige Antworten in möglichst wenigen Runden zu erreichen. Nur wer auf Nummer sicher gehen möchte, der wird auch bei "Ten out of Ten" die bewährte Master-Mind-Strategie anwenden und nur einzeln die Antworten variieren.

Das Spiel kann für einen unterhaltsamen Spielenachmittag oder -abend sorgen. Gerade bei größeren Gruppen und ausgefallenen Fragen wird auffallen, wer was weiß und wer gut raten oder gut mit falschen und richtigen Antworten taktieren kann. Im Ernst: Wusstest Du, dass Dürer einen Hasen portraitierte? :-)


Hinzugefügt:  Donnerstag, 21. Oktober 2004

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Verfasst von sverigetjej am 17.10.2005, 11:18 Uhr
Meine Bewertung:


Etwas schade ist es, dass das Spiel nur wenige Karten beinhaltet, d.h., man kann es nur 48 mal spielen. Danach wiederholt es sich.